Presse: Carlos Bica & Azul - "Believer""Was Radiohead für den Pop ist, ist AZUL für den Jazz." Seit zehn Jahren fasziniert Azul, das Trio des Kontrabassisten Carlos
Bica, die Zuhörer. Immer wieder wirkt die Musik des Wahlberliners
aus Portugal bekannt und doch aufregend verwandelt. Zum Jubiläum
auf „Believer“ zaubert das Trio wieder seine delikate Balance
von leichtfüßiger Poesie und mild abgedrehtem Humor... Oft
wird der Hörer der Magie der Gestaltung erst Gewahr, wenn die Musik
verklungen ist. Dabei ist da auch stets ein Augenzwinkern, das die Verklärung
bricht, und DJ Illvibe liefert als Gast zusätzlich coole Pointen.
Der Klang der Aufnahme entspricht genau der Musik: er ist ebenso poetisch
wie herzerfrischend natürlich.
Gelassenheit und Weitsicht pur. Mehr ist nicht nötig. In Zeiten
der globalen Spaßgesellschaft und Beliebigkeit (auch im Jazz) tut
es gut, Inseln wie die Musik von Carlos Bica und Azul zu haben. Carlos Bica & Azul - "Believer" Seit zehn Jahren fasziniert Azul, das Trio des Kontrabassisten Carlos
Bica, die Zuhörer. Immer wieder wirkt die Musik des Wahlberliners
aus Portugal bekannt und doch aufregend verwandelt. Auch zu seinem Jubiläum
auf Believer zaubert das Trio seine delikate Balance von leichtfüßiger
Poesie und milde abgedrehtem Humor. Den Titeln mit ihren Wiederholungsmotiven
wohnt mitunter etwas schlicht Songhaftes inne, aber gerade da findet der
Leader in seinen Partnern seine Meister: Der Hauptstadt-Gitarrist Frank
Möbus ist Spezialist für Klänge aus dem roten Bereich,
und der New Yorker Schlagzeuger Jim Black weiß mit der Hipness eines
Joey Baron um die Tugenden der Reduktion eines Paul Motian. Beide gestalten
Bicas Kompositionen als große, in sich geschlossene Spannungsbögen.
Der selber ist hier eher diskreter Stichwortgeber als solierender Leader.
Oft wird der Hörer der Magie der Gestaltung erst gewahr, wenn die
Musik verklungen ist. Dabei ist da auch stets ein Augenzwinkern, das die
Verklärung bricht, und DJ Illvibe liefert als Gast zusätzlich
coole und jazzadäquat stilsichere Pointen. Der Klang der Aufnahme
entspricht genau der Musik: er ist ebenso poetisch wie herzerfrischend
natürlich. http://www.rondomagazin.de/jazz/b/bica/cb02.htm Gelassenheit. Selbst wenn er das Auge der Hurrikans bildet ist Bicas Tatendrang stets wohlgelenkt. Anders ist das Hin-und-her zwischen seinem Heimatland und seiner Wahlheimat Berlin wohl auch nicht zu meistern. Seit dem Debüt seines Projekts Azul sind zehn produktive Jahre und drei CDs ins Land gegangen. Die Musik hat sich verändert und ist mit der vierten CD „Believer“ doch wieder zu ihren Ursprüngen zurückgekehrt. Bica besucht mit Gitarrist Frank Möbus und Schlagzeuger Jim Black die Klangorte des Debüts. Wie im wahren Leben bringt man bei einer solchen Rückkehr die Erfahrungen der vergangenen Jahre mit. Bica, Möbus und Black schauen sich die Plätze an und ihre Hände finden blind die Stellen auf den Instrumenten, die ihre Reife in Klang umsetzen. Als Mitreisendem haben sie diesmal DJ Illvibe (Vincent von Schlippenbach) hinzu gebeten. Unaufdringlich reichert dieser den Azul-Sound um Loops und Scratches an, gibt den Anderen Gelegenheit zum Hören und Pausieren. Die Kompositionen schlagen speziell bei Möbus Saiten an, die überraschen. Fast meditativ horcht der Gitarrist seinen Sounds hinterher, als könne er selbst nicht fassen, welch zarte und zerbrechliche Linien da gerade aus seinem Instrument geflossen sind. Die härteren, dornigen Wege werden nicht ausgelassen. Sie sind aber kein Selbstzweck, sondern konsequente Nebenschauplätze, z.B. Blacks Duell mit DJ Illvive in „Catch the Cat“. In „Portuguese Seaman“ bleibt Bica mit dem Kontrabass ganz allein zurück. Gelassenheit und Weitsicht pur. Mehr ist nicht nötig. In Zeiten der globalen Spaßgesellschaft und Beliebigkeit (auch im Jazz) tut es gut, Inseln wie die Musik von Carlos Bica und Azul zu haben. Thorsten Meyer (Jazz Podium, Juli/August 2006) „Believer“, das neue Album des bemerkenswerten Trio Azul
strahlt in Neon-Blau und erzählt, jazzig-melancholisch und mit genialen
Zwischenräumen, von der anderen Seite des Windes. Songs ohne Worte
sind das, relaxte Klanglandschaften, deren mediterraner Groove mit Leichtigkeit
die Balance aus Dramatik und Verspieltheit zu halten vermag...Musik für
die Ewigkeit. 13 Songs, die in Ihrer sinnlichen Melancholie und grenzerweiternden Radikalität
beeindrucken und doch so unglaublich vertraut daherkommen, als handele
es sich um die Vertonung von sparsam arrangierten Evergreens der Musikgeschichte...Ein
portugiesischer Schrifsteller namens Fernando Pessoa schrieb einmal: „Fado
ist weder Freude noch Traurigkeit, sondern das eigenständige dazwischen.“
Vielleicht die passendste Umschreibung für eines der berührendsten
Alben in diesem Jahr. „Melodie-Landschaften, die auch von Radiohead oder Tortoise stammen
könnten.“ „Die Magie der Gestaltung“ „Der Portugiese Carlos Bica ist nicht nur ein hervorragender Kontrabassist,
er vertritt auch ein höchst individuelles Bandkonzept...“ „Diskret wahrt DJ illvibe als Gast an den Turntables das Geheimnis
der Believer – Poesie.“ Carlos Bica schafft es wieder. „Believer“ ist eines seiner
besten und zusammen-hängendsten Werke. „Believer“ ist
die vierte Platte von Carlos Bica und seinem gefeierten Projekt Azul.
Begleitet wird Bica von zwei Musikern, die bereits fester Bestandteil
der musikalischen Persönlichkeit des Projekts sind: der Gitarrist
Frank Möbus und der Schlagzeuger Jim Black. An diesem Album wirkt
außerdem auch DJ Illvibe (alias Vincent von Schlippenbach) am Plattenspieler
mit. Bei jedem erneuten Hördurchgang entdecken wir neue Kleinigkeiten
sowie subtile Details in den Arrangements, Elemente, die uns bei der (Re)Konstruktion
des extrem soliden zugrundeliegenden Musikkonzepts helfen. Carlos Bica
behauptet, dass im Mittelpunkt nicht die Musiker, sondern die Musikstücke
stehen sollen. Und das merkt man auch, vor allem dadurch wie die Musiker
jedes Ambiente und jede Melodie gestalten und auch durch den lebenswichtigen
Raum, den sie offen lassen, damit jedes Stück seinem eigenen Rhythmus
nach atmen kann. Bicas Musik ist hoch originell und obwohl in ihr ganz
klar die verschiedensten Einflüsse erkennbar sind, von alternativer
Rockmusik bis zum Fado, vom Pop hin bis zur zeitgenössischen Klassik
oder bis zum Folk, verkommt sie nie zum musikalischen Pastiche. Im Gegenteil
konvergieren alle Elemente zum universellen Werk, das sich unter dem Zeichen
des Jazz mitteilt. „Der Film, der noch gedreht werden muss“ Ist es richtig, Carlos Bica als Jazzmusiker zu bezeichnen? Womöglich
ist das Etikett unzulänglich und „Believer“ liefert hierfür
den Beweis. Eines der besten Alben des Jahres 2006. Azul erscheint, um den zehnten Geburtstag des Trios mit diesem exzellenten
„Believer“ zu feiern. Es ist eine Art von Jazzmusik, die sich
nicht abschließen läßt, die sucht und forscht. Sie ist
auch daher viel wertvoller – da sie Hügel und Täler, Ozeane
und Gezeiten durchmisst, ohne Fuß zu fassen – Jazz ohne Grenzen. |
|
| design by jazzdimensions.de | |